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Santiago und seine Sehenswürdigkeiten

In der Hauptstadt von Chile verschmelzen die historischen Stränge des Landes, moderne Sehenswürdigkeiten und die aktuelle Politik, wirtschaftliche Trends und die alltäglichen Routinen eines großen Teils der chilenischen Bevölkerung. Über der Metropole thront die andächtige Andenkette mit ihren Vulkanen und Gletschern. Und im idyllischen Umland verteilen sich fürstliche Weingüter.

Santiago – die Quintessenz von Chiles Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Metropole am Ende der Welt

Hier in Santiago schlägt das Herz Chiles. Über sieben Millionen Menschen leben in der Hauptstadt und ihrer näheren Umgebung. Das ist mehr als ein Drittel der gesamten Bevölkerung von Chile. Ruhmvolle Bauten, geschichtsträchtige Sehenswürdigkeiten und geschäftiger Straßenhandel, blühende Parkanlagen und moderne Hochhauskomplexe bündeln sich in Santiago. Hier prallen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Chile direkt aufeinander. Zugleich vermittelt die brummende Metropole zwischen den schneebedeckten Anden und unweit des mächtigen Ozeans, was diesem Land einer Sage nach den Namen gab: Chilli – wo die Welt zu Ende ist.

Santiagos Puls und seine Sehenswürdigkeiten

Die klassischen Sehenswürdigkeiten Santiagos konzentrieren sich im historischen Zentrum der Hauptstadt mit der aufgeweckten Plaza de Armas und ihrer populären Kathedrale, dem Regierungspalast La Moneda sowie dem grünen Stadthügel Santa Lucía. Die angrenzenden Szeneviertel Bellavista und Lastarria stecken voller Leben mit ihren Ateliers und Cafés. In den östlich gelegenen Innenstadtbereich Richtung Anden führt ein Strom aus Bussen und Autos, die Metro und auch die Seilbahn auf dem Cerro San Cristóbal. In den Vierteln Providencia und Las Condes zeigt sich das elegante Antlitz Chiles mit einem Meer aus Bürotürmen und gehobenen Geschäften. Nirgendwo sonst im Land sind die Gebäude so hoch, die Straßenzüge so modern, die Passant*innen so schick. Hier liegt gewissermaßen die wirtschaftliche Schaltzentrale Chiles.

Santiago und der Platz der Würde

Den Mittelpunkt zwischen dem traditionellen Stadtkern mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten im Westen und den gläsernen Skyscrapern im Osten der Stadt bildet die Plaza Baquedano. Dieser Platz ist eine Art Schmelztiegel des Landes. Alles läuft hier zusammen und vermischt sich. Wenn Fußballspiele zelebriert oder Wahlen gefeiert werden, füllt sich die Plaza mit Abertausenden. So war es auch bei den einstigen Protestmärschen Ende 2019. Über Wochen gingen Massen an Menschen jeglicher Couleur auf die Straße mit der Forderung nach grundlegenden Sozialreformen. Noch heute erinnern bemalte Hausfassaden und Plakate an den historischen Augenblick, auch an die Gewalt und ihre Opfer. Viel ist seitdem passiert. Mittlerweile ist dieser Ort eher bekannt unter dem Namen „Plaza de la Dignidad“ – der Platz der Würde.

Die Tiefen der chilenischen Kultur

Die Ausstellungshalle Bellas Artes und das Museo de la Memoria eignen sich ausgezeichnet, um sich mit der Kunst und Geschichte Chiles intensiver auseinanderzusetzen. Das Museo Chileno de Arte Precolombino komprimiert kostbare Relikte der Indigen Südamerikas vor der spanischen Eroberung. Das Centro Cultural Gabriela Mistral veranschaulicht die moderneren Kultureinflüsse. „La Chascona”, eines der früheren Wohnhäuser von Pablo Neruda, stellt die hochgeschätzte wie streitbare Persönlichkeit des Poeten vor. Auch der riesige Stadtfriedhof Santiagos ist eine ganz spezielle Sehenswürdigkeit und hat reichlich zu erzählen. Mit stadtkundiger Begleitung empfiehlt sich überdies auch ein Ausflug in die Peripherien der Metropole. Stadtviertel wie Ñuñoa, Macul oder La Florida verschaffen einen authentischen Einblick von dem ungeschminkten Alltag der Santiaginas und Santiaginos. 

Gletscher, Vulkanpanoramen und Thermen inmitten der Anden vor Santiago

Östlich von Santiago türmen sich stämmig die Anden auf. Sie sind eine wahrlich einzigartige Sehenswürdigkeit Chiles. Kondore überfliegen die weißen Bergkämme und Vulkane liegen in einem nebulösen Schlaf. Die Geheimnisse des andinen Naturraums von Zentralchile enthüllen sich auf einer Exkursion in das Cajón del Maipo. Durch das enge Maipo-Tal schlängelt sich der gleichnamige Fluss, dem man bis zu dem freundlichen Andenstädtchen San José de Maipo folgt. Die friedsame Verschwiegenheit des Yeso-Staudamms wirkt dabei wie ein Gegenpol von der aufgekratzten und doch so nahen Hauptstadt. Bei einer ca. 16 Kilometer langen Wanderung zum Gletscher San Francisco im Nationalpark El Morado taucht man ein in die faszinierende Landschaft der Anden. Eine weitere, nicht zu anspruchsvolle Wanderung von ca. acht Kilometern in der schönen Landschaft des Tals La Engorda beschert einen großartigen Anblick des als aktiv geltenden Vulkans San José mit knapp 6.000 Höhenmetern. Und am Ende aller Wege befinden sich die natürlichen Colina-Quellen, die dem Vulkan entspringen. Bei einem entspannenden Bad im warmen Wasser der terrassenförmig angelegten Thermen blickt man auf die schneebedeckten Kämme der majestätischen Andenkordillere. Apropos Schnee: In der Wintersaison laden die Andenresorts La Parva, Valle Nevado und Farellones ein, mit Skiern oder Snowboard einige der besten Pisten Südamerikas zu befahren.

Erstklassiger Wein – das Aushängeschild Chiles

Außerhalb von Südamerika mag sich der Bekanntheitsgrad Chiles in Grenzen halten. Doch seine erstklassigen Weine vertreten das Land selbst in entferntesten Orten anderer Kontinente. Einen Eindruck von der geschmacklichen Bandbreite sonnenverwöhnter Reben beschert das fürstliche Weingut Concha y Toro im ländlichen Ambiente des südlichen Stadtrands von Santiago. Auch in der malerischen Hügellandschaft des nahen Valle de Casablanca präsentieren sehenswerte Weingüter wie Indómita, Loma Larga, Viñamar oder Veramonte, was die Qualität und den Charakter des chilenischen Weins ausmacht.

Weite Sandstrände und bunte Hügel von Valparaíso

Keine 130 Kilometer von Santiago entfernt, breiten sich die wundervollen Sandstrände und grünen Parklandschaften der mondänen Küstenstadt Viña del Mar aus. Nicht nur unter den gestressten Großstädtern ist dieser maritime Rückzugsort hoch angesehen. Ein wahres Zentrum der Kultur Chiles befindet sich indes im benachbarten Valparaíso. Die Hafenstadt umfasst historischen Aufzüge, UNESCO-Sehenswürdigkeiten und eine enorme Vielfalt an kreativen Street-Art-Werken gespickt mit Ironie und politischen Botschaften. Besonders die farbenfrohen Hügel Concepción und Alegre stecken voller Energie, Kunst und Geschichte.

Küstenwanderung zwischen Cachagua und Zapallar

Etwa 70 Kilometer weiter nördlich reihen sich schicke Ortschaften mit ihren gehobenen Feriendomizilen der chilenischen Oberschicht entlang des gewundenen Pazifikufers. An dem Küstenstreifen zwischen Cachagua und Zapallar verstecken sich kleine Strandbuchten und eine vorgelagerte, von Pinguinen und Seelöwen bewohnte Insel. Zwischendurch setzt man sich in den feinen Sand, schließt die Augen und folgt dem kontinuierlichen Plätschern des Meeres.

Palmen und Panoramen im Nationalpark Cerro La Campana

Und im Landesinneren zwischen Santiago und der Pazifikküste liegt der reizvolle Nationalpark Cerro La Campana als eine ganz besondere Sehenswürdigkeit von Zentralchile. Die interessante Fauna und endemische Flora des Naturreservats begeisterten schon den Forscher Charles Darwin, als er im Jahre 1834 den sogenannten Glockengipfel bestieg. Von hier oben eröffnen sich bei gutem Wetter unfassbare Panoramen auf den Pazifischen Ozean mit seinen Küstenstädten sowie auf die verschneite Andenkette und den knapp 7.000 Meter hohen Aconcagua, dem höchsten Berg Amerikas. Der Nationalpark beheimatet Füchse und Viscachas, Adler und Kondore, Honigpalmen, Boldo-Sträucher und Canelo-Bäume. Während sich in dieser blühenden Kulisse Familien und Pärchen zum Picknick einfinden, steigen die Sportlichen den Hauptberg hinauf oder wandern besinnlich entlang der verzweigten Waldwege.

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