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Osterinsel / Rapa Nui – Moai-Kolosse, Vulkankrater und Palmenstrand im Niemandsland des Pazifiks

Die Osterinsel trägt eine besondere Stimmung mit ihren geheimnisvollen Zeremoniestätten und wuchtigen Moai-Steinfiguren, mit vulkanischen Relikten und der traumhaften Küste. Zwischen den Kontinenten von Südamerika und Australien ragt Rapa Nui aus dem Meer. Die Vulkaninsel wird als Nabel der Welt gerühmt – fernab von allem und doch im Mittelpunkt dieses Planeten.

Osterinsel / Rapa Nui

Entlegener könnte die sagenumwobene Osterinsel zwischen den Kontinenten von Südamerika und Australien kaum sein. Die meisten Besucher*innen waren ihrer Heimat noch nie so fern wie hier. Gut 3.500 Kilometer westlich des chilenischen Festlands ragt Rapa Nui, wie die indigene Ursprungsbevölkerung die Vulkaninsel bezeichnet, aus dem Meer. Geheimnisvolle Zeremoniestätten mit stolzen Moai-Steinfiguren, vulkanische Relikte und die traumhafte Küste schaffen eine ganz besondere Mystik.

Von wo und wann kamen die ersten Menschen nach Rapa Nui? Eine Theorie besagt, dass die Besiedlung der Insel auf eine Gruppe von Seefahrern beruht, die von ihrem polynesischen Häuptling Hotu Matuá entsandt wurden. Die sieben ebenbürtigen Moai-Figuren von Ahu Akivi werden als Sinnbild dieser Entdeckung interpretiert. Es sind die einzigen Skulpturen von Rapa Nui, die sich dem Meer zuwenden. Die Zeremoniestätte Tahai wiederum gleicht einem Freilichtmuseum. Brüchige Moai-Riesen und Hausfragmente, Wohnhöhlen und Erdöfen lassen einen zurück in vergangene Zeiten reisen.

In der Bucht von Hanga Te’e verteilen sich umgestürzte Moai-Statuen auf der Plattform der ehemaligen Zeremoniestätte Ahu Vaihu. Fast alle der symbolträchtigen Skulpturen von Rapa Nui entsprangen dem Steinbruch am Rande des Vulkans Rano Raraku. Hier lassen sich im Detail die überdimensionalen Köpfe mit ihren breiten Nasenlöchern, langen Ohren und zusammengepressten Lippen, die feinen Dekorationen, nackten Körper und zarten Hände der knapp 400 unvollendeten Kolosse analysieren. Und bei Ahu Tongariki, der ältesten Zeremonieanlage der Insel, reihen sich 15 tonnenschwere Moai-Monolithe aufrecht aneinander.

Die Geschichte von Rapa Nui steckt auch noch in der Gegenwart voller offener Fragen. Auf einer Exkursion zu den kulturellen Wurzeln der Insel setzen sich einzelne Puzzlestücke zusammen. Indigene Petroglyphen und originelle Steinarchitektur der Orongo-Stätte berichten von damaligen Riten und dem speziellen Vogelmann-Kult. Und die Zeremonieanlage Ahu Vinapu sowie die Höhle Ana Kai Tangata untermauern die Gewissenhaftigkeit, Hingabe und Virtuosität, mit der die Ureinwohner ihr Werk bestritten. Im Städtchen Hanga Roa lässt sich schließlich die Exotik als auch die pragmatischen Herausforderungen der Insulaner eindrucksvoll nachvollziehen.

Neben dem kulturellen Erbe überwältigt auch das naturräumliche Spektakel der Osterinsel. Schier ungläubig starrt man von der Flanke des erloschenen Vulkans Rano Kau in dessen gigantischen Krater. Und die paradiesische Strandbucht von Anakena verschluckt ihre Gäste mit weißem Sand und Kokospalmen, während die sanften Wellen des Ozeans rhythmisch rauschen.

Der Anblick der kulturellen Denkmäler und architektonischen Hinterlassenschaften der Ureinwohner lässt sinnieren, wie aufopferungsvoll, ungewiss und zugleich spirituell das Leben auf dem Stück Vulkanerde einst war. Als Nabel der Welt wird Rapa Nui mitunter mythologisch gerühmt – abgetrennt von allem und doch im Mittelpunkt dieses Planeten.

Strandbucht Anakena

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